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Goaßelschnalzen ist ein bayerisch - österreichischer Brauch
.


Der Name erklärt sich aus der Bezeichnung für die Fuhrmanspeitsche, der Geißel, im bayrischen

Dialekt "Goaßl" gesprochen.

 

In früheren Jahrhunderten wurde von vielen Fuhrleuten bei der Einfahrt in Ortschaften, engen Gassen
oder anderen Gelegenheiten mit der Goaßel (Peitsche) geschnaltzt.
Zur Unterscheidung von anderen Fuhrwerken setzten die Fuhrleute immer spezifische
Knallfolgen also Schnalzer ein.

Es entstanden somit bestimmte verschiedene Schlagarten, wie der Vorhandschlag,
der Rückhandschlag und der Doppelschlag,
später auch die sogenannte "Triangel".

 

Im Laufe der Zeit entstanden so Erkennungsmelodien, einzelne Fuhrleute entwickelten beachtliche

Geschicklichkeit und übten auch in ihrer Freizeit mit der Goaßl.

 

Im laufe der Zeit begannen die Fuhrleute auf bestimmte Musikstücke gewisse Schlagfolgen zu legen.

 

Heute werden Wettbewerbe im Goaßelschnalzen wie Einzel-, Doppel-, und Gruppenschnalzen veranstaltet.

1989 wurde das traditionelle Miesbacher Goaßelschnalzen zur erstmaligen Bayerischen Meisterschaft nach den Miesbacher Richtlinien ausgetragen (sieh Miesbacher Richtlinien).

Diese wurden jedoch am 22.02.2002 erneut überarbeitet.